Eintragungen im Schuldnerverzeichniss

Zuständigkeit

Am 01.01.2013 trat das Gesetz zur Reform der Sachaufklärung in der Zwangsvollstreckung in Kraft.

 

Ab diesem Zeitpunkt werden die Eintragungen in das Schuldnerverzeichnis nicht mehr von den örtlichen Vollstreckungsgerichten verwaltet, sondern zentral auf einem bundesweiten Vollstreckungsportal zusammengeführt und von einem so genannten zentralen Vollstreckungsgericht in jedem Bundesland verwaltet. Das zentrale Vollstreckungsgericht für Sachsen-Anhalt hat seinen Sitz beim Amtsgericht Dessau-Roßlau.

Auskünfte aus dem zentralen Vollstreckungsportal

Die Auskünfte aus dem Schuldnerverzeichnis werden dann nicht mehr von den einzelnen Vollstreckungsgerichten erteilt und auch nicht von den zentralen Vollstreckungsgerichten, sondern können von jedem selbst im Internet abgefragt werden.

 

Hierzu müssen Sie sich auf der Internetseite www.vollstreckungsportal.de registrieren und bekommen per Post eine PIN zugeschickt. Mit Hilfe der PIN können Sie sich freischalten und die gewünschte Information dann auf der oben genannten Internetseite abrufen.

Suche im Vollstreckungsportal

Bei der Suche eines/r Schuldners/in im Vollstreckungsportal ist es unbedingt notwendig, den Namen des Schuldners richtig zu schreiben, bei geringer Abweichung zwischen Anfrage und Ergebnis (d. h. ist z. B. ein Schuldner als Herr Maier eingetragen, wird aber als Herr Meier gesucht), kann keine richtige Auskunft gegeben werden.

Kosten

Sofern Sie zum Zwecke der Zwangsvollstreckung Daten von anderen Personen abrufen wollen, entsteht eine Gebühr gemäß Landesjustizkostengesetz von 4,50 € pro übermitteltem Datensatz.

Bei einer Auskunft über sich selbst, wird diese Gebühr nicht erhoben, sofern Sie in der Suchmaske unter dem Punkt „Einsichtsgrund“ auswählen „Zur Auskunft über Ihn selbst betreffende Eintragungen“. Die Selbstauskunft (für Schuldner) ist gebührenfrei.